              
aktualisiert am: 2010-08-13
webdesign: M. Kerk
© Manfred Strauss
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Hypnosetherapie
Indikationen
- Zwänge
- Ängste
- psychosomatische Erkrankungen
- Persönlichkeitsstörungen
- Süchte und Abhängigkeiten
- Schmerzen
- Angst vor Zahnbehandlungen
- Lampenfieber
- Operationen und Operationsvorbereitung
- Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom bei Kindern
Die Hypnose ist ein Zustand zwischen Wachen und Schlafen. Die Bezeichnung Hypnose ist im Grunde falsch.
Der Begriff kommt vom griechischen "Hypnos" (= Schlaf), und genau das ist die Hypnose nicht. Es handelt
sich eher um einen besonderen Bewusstseinszustand, den Forscher als "teilweisen Schlaf" oder "teilweises
Wachsein" bezeichnet haben. Es ist so, als würde man einen Fahrstuhl auf dem Weg von oben (= Wachheit)
nach unten (= Schlaf) auf einer Etage dazwischen anhalten. Hypnose ist also der Weg, diesen besonderen
Bewusstseinszustand herbei zu führen.
Wie wird der hypnotische Trancezustand erlebt?
Sie kennen es sicher: Sie sehen im Fernsehen einen ganz spannenden Film, gehen sozusagen in der Handlung
auf, und vergessen alles um sich herum. Wenn Sie jemand beim Namen rufen würde, so kann es sein, dass Sie es
gar nicht hören würden. Oder stellen Sie sich vor: Sie stehen mit ihrem Auto im Stau. Nichts passiert.
Sie fixieren einen Punkt in der Landschaft und lassen Ihre Gedanken fliegen und stellen hinterher fest, dass
Sie an gar nichts gedacht haben und sich auch nicht mehr an das Gesprochene aus dem Radio erinnern können.
Beide Situationen kommen häufig im Alltag vor und sind doch die ersten Stufen einer hypnotischen Trance. Eine
weitere, alltägliche Situation der hypnotischen Trance, die schon etwas tiefer geht, erleben fast alle
Menschen gelegentlich beim Einschlafen. Nachdem sie das Licht gelöscht haben und ihre Schlafhaltung
eingenommen haben, lassen sie in Gedanken noch einmal den Tag an sich vorbeiziehen. Oder sie erinnern sich
z.B. noch einmal an ihre letzte Urlaubsreise, oder sie lassen ihre Gedanken einfach fliegen. Manchmal
schreckt man aus diesem sehr angenehmen Zustand verdutzt hoch und stellt fest, dass die Gedanken sehr
unrealistisch geworden sind. Die Phantasie hat die Oberhand gewonnen - Sie haben begonnen zu träumen.
Begleitet wird dieses Aufschrecken sehr häufig von unwillkürlichem Muskelzucken der Beine.
Wie wirkt die Hypnose?
Eine Trance wird meist dadurch eingeleitet, dass die Aufmerksamkeit des Patienten zuerst auf einen äußeren
Sinnesreiz fixiert wird. Dieser wird dann mehr und mehr in einem positiven und angenehmen, vom
Hypnotisierten selbst ausgesuchten und gewünschten inneren Erlebnis aufgenommen. Mit welchen äußeren
Sinnesreizen kann die Aufmerksamkeit fixiert werden? Früher wurden möglichst "magische" Gegenstände
genommen. Man benutzte Pendel, Hypnosespiralen oder auch die Augen des Hypnotiseurs, um die Aufmerksamkeit
zu fixieren ("Bitte schauen Sie mir tief in die Augen"). Heute weiß man, dass es im Grunde völlig
gleichgültig ist, womit die Aufmerksamkeit fixiert wird. Wichtig ist nur, dass es die Aufmerksamkeit des
Hypnotisierten fesselt. Es kann z.B. ein Punkt an der Decke sein oder irgendein Gegenstand oder angenehme
Erinnerung oder ein Gemälde, das er sich vorstellt. Langsam, geführt von den Worten des Hypnotiseurs, wird
die Aufmerksamkeit mehr und mehr nach innen gerichtet. Man gleitet hinüber in die Trance. Dieser Übergang
vom alltäglichen Wachzustand in die Trance ist vollkommen fließend und macht sich zuerst durch körperliche
Entspannung und innere Ruhe bemerkbar. Atmung und Puls werden langsamer, so dass es dem Patienten auf seine
eigene, individuelle Art ermöglicht wird, sich in sein inneres Erlebnis zu vertiefen und dabei tief zu
entspannen.
Diese intensive Beschäftigung mit den inneren Vorstellungen, Bildern und Gefühlen führt immer mehr zu einer
Einschränkung der äußeren Wahrnehmung und lässt dadurch die Hypnosesituation allmählich immer gleichgültiger
werden oder ganz im Hintergrund verschwinden. Dabei ist man sehr konzentriert, bleibt jederzeit ansprechbar
und ist in der Lage – wenn die Behandlung es erforderlich macht – aktiv in der Situation zu
agieren. Somit bleibt es jedem Einzelnen überlassen, die Hypnosesitzung aktiv mitzuerleben oder sich ganz in
seine Vorstellungswelt zu begeben. Die Verbindung zum Hypnotiseur bleibt jedoch jederzeit erhalten.
Bin ich in Hypnose willenlos?
Keineswegs! Eine solche Sorge ist völlig unbegründet. Im Zustand der hypnotischen Trance ist niemand willenlos.
In der Psyche des Menschen sind für diese Situation Schutzmechanismen verankert, die einen Kontrollverlust
verhindern, sobald der Hypnotisierte spürt, dass er manipuliert wird oder sich etwas gegen sein inneres
Weltbild richtet.
Einschränkungen
CDs oder andere Medien werden von mir nicht besprochen. Es hat sich gezeigt, dass hierbei nicht individuell
auf den einzelnen Teilnehmer eingegangen werden kann. Meistens ist es den Hörern auch nicht möglich, einen
ausreichend tiefen Hypnosezustand zu erreichen.
Gruppenhypnosesitzungen werden von mir nicht angeboten. Bei entsprechendem Bedarf, und wenn die Teilnehmer
sich untereinander kennen, ist es jedoch möglich, einen Termin zur Gruppenhypnose zu vereinbaren.
Hypnosesitzungen mit dem Ziel, zu vorgeburtlichen Ereignissen (d.h. in frühere Leben) zu gelangen, führe ich
nicht durch.
Gegenanzeigen
- Schizophrene Schübe
- Psychosen
- Bestimmte Manien
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