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Ab- und Ausleitungsverfahren

Schröpfkopf und Baunscheidt'scher Vitralisator

Die wohl ältesten Behandlungsverfahren, die die Menschheit kennt, sind Ab- und Ausleitungsverfahren. Sie sind mit ihren verschiedenen Methoden in der ganzen Welt und in allen Kulturen bekannt. Natürlich kannte auch Paracelsus, der Begründer der modernen Medizin, diese Methoden. Er fasste seine Erkenntnisse in einem uns überlieferten Satz zusammen: "Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, dort will sie schädliche Stoffe ausleeren. Und wo sie dies nicht selbst fertig bringt, dort mach' ein Loch in die Haut, und lasse die schädlichen Stoffe heraus."

An welchen Körperstellen werden Ab- und Ausleitungsverfahren eingesetzt?

Wie es Paracelsus schon beschrieb, hauptsächlich auf der Haut. Man leitet dort aus, wo sich im Körper Stauungen gebildet haben. Das Ziel der Therapie ist es, diese Stauungen zu beseitigen und die Dynamik in dieser Körperregion wiederherzustellen. Dies führt meist zu einer sofortigen, wohltuenden Besserung der Beschwerden.

Was ist der Unterschied zwischen Ab- und Ausleitungsverfahren?

Ableitungsverfahren:
Hier werden Stauungen im Organismus und angesammelte Schlackestoffe über das Blut oder durch Ausscheidungsorgane beseitigt.

Beispiel: Schröpfen. Ein Schröpfglas wird auf die Haut aufgesetzt. Ein Unterdruck wird im Glas erzeugt. Dieser sorgt für eine vermehrte Durchblutung im behandelten Bereich, so dass Stauungen sich lösen und Schlackestoffe abtransportiert werden können. Gleichzeitig wird das vegetative Nervensystem stimuliert.

Ausleitungsverfahren:
Im Unterschied zu den Ableitungsverfahren werden hier die Schlackestoffe direkt nach außen befördert. Es wird also nicht der Weg über die Ausscheidungsorgane genommen. Dies und die Entstauung eines Gewebeareals führt zu einer sehr viel tiefgreifenderen Entlastung des Organismus als es bei Ableitungsverfahren möglich ist. Es trägt dazu bei, dass der Stoffwechsel wieder optimal funktionieren kann.

Es wird bei Ausleitungsverfahren oft von unspezifischen Reizverfahren gesprochen. Dies ist nur zum Teil richtig. Gerade die Ausleitungsverfahren sind im eigentlichen Sinne eine ursächliche Behandlungsmethode. Sie befreien den Körper von Schadstoffen und sind deswegen besonders geeignet, Heilung oder Linderung herbeizuführen.

Beispiel: Aderlass. Dem Körper wird Blut entzogen, und mit ihm fließen Schlackestoffe ab, und Stauungen werden beseitigt.

Ab- und Ausleitungsverfahren, die in meiner Praxis angewandt werden: